Was ist das Drahterodieren?

drahterodieren

In letzter Zeit hört man immer wieder von einem Verfahren namens Drahterodieren. Doch heißt das genau und was steckt hinter diesem Begriff? Im Grunde genommen handelt es sich hierbei um ein Schneideverfahren. Charakteristisch ist dabei, dass es beim Schneiden sehr geringe Schnittbreiten gibt. Das kommt davon, dass beim Schneiden die Funken, welche durch elektrische Spannungsimpulsen erzeugt werden, immer an die Stellen springen, wo es einen minimalen Abstand zwischen den Draht und dem Werkstück gibt.

Vorteile und Funktion des Verfahrens

Ein großer Vorteil des Drahterodieren ist das präzise Schneiden. Zudem lassen sich Materialen bearbeiten, unabhängig davon welche Härte sie haben. Der Draht, mit dem das Material geschnitten wird, ist nur zwischen 0,02 mm und 0,33 mm dünn. Doch wie genau funktioniert das Verfahren? Die zwei Elektroden, bestehend aus Draht und Werkstück, produzieren elektrische Entladungen, was zu einem Funkenüberschlag führt. Diese Elektroden kommen sich dabei im Dielektrikum näher, wo es dann zu einer Abtragung des Materials durch physkalische Vorgänge kommt. Dadurch das beim Funkenüberschlag Wärme erzeugt wird, kommt es zum Abtragen des zu bearbeitenden Materials. Die Grundlage des Verfahren bildet dabei die Elektroerosion.

Maschine zum Drahterodieren

Damit die Maschine ohne große Probleme jedes Material durchtrennen kann, benötigt es fünf Achsen. Der Draht, der elektrische Entladungen hervorruft, besteht meistens aus Messing, manchmal auch aus Stahl oder Kupfer. Dieser werden dann meist zusätzlich noch mit Zink beschichtet, damit die Maschine die genaue und präzise Leistungen liefern kann. Darüber hinaus werden noch zwei Antriebsrollen benötigt, die den Draht mit einer Spannung von etwa 10 bis 20 Newton durch das Werkstück bis zur Umlenkrolle ziehen. Dadurch wird die Mikrobearbeitung von harten Metallen gewährleistet.

Bildnachweis: Creative Commons License: LaurensvanLieshout / wikipedia.org

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